Vespa Visor 2.0 Test

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Vespa Visor 2.0 Test

Der Vespa Visor 2.0 hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck in unserem Test. Auf der einen Seite begeistert er durch seine hervorragende Materialgüte und die wirklich penible Verarbeitung, andererseits umschliesst er den Kopf nicht perfekt und der Kinnriemen ist extrem unkomfortabel.

Ausstattung

rollerhelme testBeim Vespa Visor Helm fällt als erstes die Einprägung des Vespa Schriftzuges am Hinterkopf auf. Der Helm ist direkt vom Hersteller Piaggio lizensiert und wird zudem auch noch per Handarbeit in Italien hergestellt. Das sind natürlich Kriterien die für Kultstatus und leuchtende Augen bei Vespa Fans sorgen.

Verbeitung

In Punkto Verarbeitungsqualität macht Vespa so schnell keiner was vor. Sowohl das Finish der Helmschale, die Polsterung und die Präzision der Ziernähte an den Rändern sind ein ganzes Level höher als im Rest des Feldes, lediglich der Soxon kann hier mithalten, wenn auch nicht komplett gleichziehen. Die Helmschale ist extrem aufwending mit mehreren Schichten Metallic Lack überzogen, der in der Sonne in 3D Effekt glitzert. Die Nähte sind sehr robust und auch Material und Stichabstand zeugen von hoher handwerklicher Perfektion. Das Visier ist optisch weitgehend verzerrungsfrei, könnte aber unserer Meinung nach noch einen Tick robuster ausgeführt sein.

Tragekomfort und Belüftung

piaggio helmeDer Vespa Visor ist an den Seiten nicht sehr weit heruntergezogen, was ein paar Vorteile aber leider auch gravierende Nachteile hat. Größter Vorteil dieses Konzepts ist unserer Meinung nach die gute Belüftung und eine sehr gute Geräuschwahrnehmung. Die Wangenpolster sind so kurz, dass sie sogar den unteren Teil der Ohren nicht ganz abdecken. Dies fanden wir vor allem bei starker Sommerhitze angenehm, zumal die gesamte Polsterung des Vespa Helms eher dünn ausfällt.

Die wenig herunter gezogenen Wangenpolster sind gleichzeitig unserer Erfahrung nach aber auch das größte Manko des Visor 2.0. Beim Schließen des Kinnriemens läuft dieser nicht waagrecht unter dem Kinn, sondern wie bei einem alten Militär Stahlhelm schräg nach unten. Dies führt dazu dass bei geschlossenem Helm ständing Druck auf dem Kinn lastet, noch dazu im hinteren Bereich nahe des Halses. Dies empfanden wir nicht nur als unangenehm, sondern führte auch bei zwei unsererer Tester aufgrund des starken Druckes auf die Gurgel zu Brechreiz.

Ein weiterer Negativpunkt der auf das Konto der kurzen Wangenpolster geht ist der schlechte Schutz der Ohren vor Wind. Was in der sommerlichen Fußgängerzone noch positiv empfunden wird, ist bei etwas zügigerer Fahrt and den Ohren unangenehm.

Fazit

Der Vespa Visor 2.0 ist ein Kultobjekt dessen hervorragende Verarbeitung auch den sehr hohen Preis wieder ein Stück weit relativiert. Leider konnten wir ihn aufgrund gravierender Komforteinschränkungen durch den ungünstig platzierten Kinnriemen nicht besser bewerten. Der Visor 2.0 ist bei sommerlichen Temperaturen am angenehmsten, aber schon kleinere Abstecher auf die Landstraße machen sich durch Windzug und hohes Geräuschniveau unangenehm bemerkbar. Unsere Empfehlung: Nur für Stadteinsatz im Sommer für absolute Vespa Enthusiasten die den hohen Preis nicht scheuen und Komforteinbußen in Kauf nehmen.

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