Test Protektorenjacken Mountainbike

protektorenjacken mtb test review

Test Protektorenjacken für Mountainbiker

protektorenjacke downhill evoc

Protektorenjacke von EVOC. Der belüftete Rücken sorgt für gutes Klima, der Steißbeinschutz ist weit nach unten gezogen.

Für den Tourenbiker oder Cross Country Fahrer sind Protektorenjacken sicher nicht gedacht, für schweisstreibende Aktivitäten mit langen Uphills sind sie einfach zu warm und zu schlecht belüftet. Für den Ottonormalbiker reichen neben Knieprotektoren und Helm die noch relativ neuen und sehr angenehm zu tragenden Protektorenrucksäcke oder auch Impakt Shirts locker aus. Für Endurofahrer, Freerider und Downhiller sind dagegen Protektorjacken die erste Wahl. Vor allem in Bikeparks, wo allgemein auch strikte Vorschriften bezüglich der Schutzausrichtung gelten schätzt man schon länger den extra Schutz den diese Jacken bieten. Einer der Hauptvorteile gegenüber Einzelprotektoren ist die einfache Handhabung, man vergisst nichts und bei einem Sturz verrutscht auch nichts. Reine

protektorenjacke mtb

Der Hartschalenprotektor am Rücken des Sixsixone Pressure Suit schützt sehr gut vor spitzen Steinen, schränkt aber den Komfort etwas ein. Tipp für Downhiller ohne Bergauf Ambitionen.

Rückenprotektoren die einzeln zu befestigen sind, sind fast aus dem Angebot der Hersteller verschwunden allerdings ermöglichen einige der Protektorenjacken aus unserem Test das Entfernen einzelner Protektorenelemente um z.B. nur mit einem Rückenprotektor zu fahren. Beim Fox Titan Sport können zudem einige der Hartschalenelemente per Klett abgenommen werden. Entscheiden sie sich entgegen des allgemeinen Trends für Hartschalenprotektoren, achten Sie vor allem darauf, dass die Polsterung unter den Plastikplatten dick genug ist, denn sonst schützen diese nur vor Schürfwunden aber nicht gegen Impakt. Passform und Möglichkeiten zur sicheren Verzurrung sind weitere Aspekte die man beachten sollte.  Test Protektorenjacken Mountainbike

Momentan sind Protektorenjacken von etwa sieben Herstellern auf dem Markt die mountainbiketaugliche Produkte anbieten, nicht zertifizierte Billigprodukte nicht berücksichtigt. Die Preise liegen zwischen 120 und 270€, wobei wir hier schon die günstigsten Preise aus Onlineshops angeben, die Listenpreise dagegen kratzen bei einigen fast an der 400€ Grenze. Protektorenjacken test mtb

 

 

 

 

 

Test Protektorenjacken Mountainbike

       
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Hersteller/
Modell
POC Protektor
Spine VPD 2.0 Jacket
EVOC
Protector Jacket
O’Neal
Underdog Panzer
SIXSIXONE
Evo Pressure Suit
Fox
Titan Sport
Preis ab 269,95€ 234,90€ 123,90€ 199,95€  124,00€
Testergebnis
 Überragend
Sehr gut
 Sehr gut 
 Sehr gut 
 Gut 
Schutzwirkung 10/10 9/10 8/10 9/10  7/10
Belüftung  7/10 8/10  8/10  8/10  9/10
Tragekomfort  8/10  9/10  9/10 8/10  8/10
Gewicht  950 Gramm  900 Gramm  1000 Gramm  1350 Gramm  1150 Gramm
Schutzbereiche Rücken, Schulter, Schlüsselbein, Steißbein, Ellenbogen Rücken, Schulter, Schlüsselbein, Steißbein Rücken, Schulter, Schlüsselbein, Ellenbogen Rücken, Schulter, Schlüsselbein, Steißbein, Ellenbogen  Rücken, Schulter, Schlüsselbein, Ellenbogen
Erfüllt CE EN 1621-1 (Schutzstandard Motorräder) Ja Ja Ja Ja Nein
Antibakterielle Ausstattung (Silberionen) Ja Ja Nein Ja Nein
Besonderheiten + Brutstplatte mit seitlichem Reissverschluss dadurch kein Spalt ohne Schutz
+ Leicht
+ Hüftgurt fixiert sehr verrutschsicher
+ Passt sich der Körperform an
Etwas schwache Belüftung
Teuer
+ Top verarbeitet
+ Sehr leicht
+ Guter Steißbeinschutz
+ Red dot design award winner
Keine Ellbogenprotektoren inklusive
Teuer
+ Relativ gut belüftet
+ Noch einigermassen leicht
Kein Steißbeinschutz
+ Kompressions- funktion gegen Muskelermüdung
+ Atmungsaktiv
Bei warmen Temperaturen oder Pausen kann Kompressionsfunktion störend wirken
Relativ schwer
+ Gute Passform
+ Gute Belüftung
Dünne und relativ harte Polster
Kein Steißbeinschutz
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Vergleich der Testkandidaten im Detail

test poc spine vpd downhill jacket

Der hervorragende Rückenprotektor der POC VPD 2.0 Jacke deckt den kompletten Wirbelsäulenbereich vom Nacken bis zum Steißbein ab.

Alle hier vorgestellten Protektorenjacken bieten ein sehr hohes Schutzlevel und erfüllen die CE EN 1621-1 Schutznorm für Motorräder (ausser Fox Titan Sport). Auch der Schutz der Fox ist für durchschnittliche Stürze beim Mountainbiken völlig ausreichend. Es gibt jedoch zwischen den Herstellern starke Unterschiede in Bezug auf die Schutzkonzepte. Es finden sich sowohl Protektorenjacken mit überwiegend Hartschalenprotektoren (Fox Titan Sport), als auch solche die ausschließlich auf Softprotektoren setzen (POC Protector Spine, Evoc Protector Jacket). Dazwischen gibt es Modelle die beide Protektorentypen miteinander mischen, so beim Sixsixone Evo Pressure Suit der auf eine segmentierte Hartschalenlösung setzt und beim O´Neal Underdog Panzer, bei dem Schultern und Ellenbogen durch Harte Schalen geschützt sind, der Rücken aber ein Softprotektor ist. Weitere Unterschiede zeigen sich bei näherer Betrachtung im Detail. Nicht alle Hersteller integrieren einen Steißbeinprotektor (siehe Übersichtstabelle), Evoc verzichten bei ihrer Jacke auf Ellenbogenschutz, so daß dieser zusätzlich gekauft werden muss, was den ohnehin schon höheren Preis weiter treibt und auch den Abstand nach unten zum POC wieder relativiert. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf der Vorderseite der Jacken, bei der Brustpanzerung. Auch wenn die lebensgefährlicheren Verletzungen an der Wirbelsäule entstehen ist doch der Schutz des Brutskorbs essentiell. Hierbei kommt es vor allen Dingen auf den Schutz des untersten Rippenbogens an. POC bietet hier die beste Lösung an, denn der Brustpanzer deckt einerseits den unterren Bereich mit ab und ist zudem nicht durch einen Reißverschluss geteilt. Der Evoc bietet ebenfalls hervorragenden Schutz, dieser ist aber wie bei Fox und O´Neal durch den Reissverschluss in zwei Platten unterteilt. Der hervorragende Rückenschutz des Sixsixone wird durch die relativ kleine Brustplatte etwas getrübt. Test Protektorenjacken Mountainbike

POC VPD Protektorenjacke mtb

Auch ohne Hüftgurt ist der Sitz der POC VPD absolut verrutschsicher. Die Belüftung geht auch bei längeren uphill Wanderpassagen in Ordnung.

Fazit

Unsere Empfehlung ist für den der es sich leisten kann zum POC oder Evoc (mit zusätzlichen Ellbogenprotektoren) zu greifen. Neben hervorragendem Schutz bieten sie aufgrund der Softprotektoren zusätzlich erstklassige Belüftung bei geringem Gewicht. POC bietet auch noch ein spezielles Downhillmodell der Protektor Spine an, welches sich nur durch zusätzliche Hartplastikkappen an den Ellenbogen unterscheidet, wer darauf verzichten kann, spart sich die 20 Euro Aufpreis und freut sich an besserem Tragekomfort und Belüftung des hier getetsteten Normalmodells. Wer preissensibel ist findet mit dem O´Neal Underdog Panzer eine hervorragende Protektorenjacke, auch für heiße Tage und zum unschlagbaren Preis. Die Fox Jacke ist aufgrund der vielen Hartplastik- und Gummibesätze relativ steif und bei längerem Tragen nicht so bequem wie die softe Konkurrenz. Die Sixsixone ist eine hervorragend verarbeitete Jacke für Downhiller mit extrem gutem Rückenschutz die zudem durch die Kompression ein kompaktes und schützendes Gefühl gibt. Die Kompression ist sehr angenehm in der Übergangszeit, bei hohen Temperaturen und beim Pedalieren bergauf ist sie nach einiger Zeit allerdings etwas zu viel des Guten. Test Protektorenjacken Mountainbike

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