Protektorenhosen Snow

 

Protektorenhosen für Ski und Snowboard im Test

Auch in dieser Ski- und Snowboardsaison haben wir wieder die neuesten Produkte im Bereich Wintersportprotektoren für Euch unter die Lupe genommen. Fünf der aktuell besten kurzen Protektorenhosen sind bei uns im Test gelandet. Insbesondere beim Snowboarden aber auch beim Skifahren, Schlittschuhlaufen und Hockeyspielen sind die seitlichen Hüftknochen aber auch das Steißbein besonders gefährdet. Gerade bei Stürzen auf vereister Piste oder direkt auf dem Eis ist das Verletzungsrisiko hoch. Aufgrund der menschlichen Anatomie sind Steißbein und Hüftknochen relativ direkt unter der Körperoberfläche gelegen, ohne einen schützenden Überzug aus Muskulatur zu haben. Umso wichtiger ist es diese Stellen zu schützen, vor allem da Stürze in diesen Bereichen oft unkontrolliert sind und auch von versierten Sportlern schlecht antizipiert und abgefangen werden können. Kurze Protektorenhosen eignen sich für eine Vielzahl von Sportarten und doch gibt es bei einigen Herstellern Ausstattungsdetails auf die man unbedingt achten sollte um die für seine Sportart optimale Schutzwirkung zu erhalten. Protektorenhosen snow

beste impact shorts ski Hüftprotektor ski

Rückansicht der martialisch anmutenden Dainese Action Short: Umfassender Schutz bei noch gutem Tragekomfort.

Die Kandidaten im Test

Die von uns als sehr gut getestete Protektorenhose von POC beispielsweise wird vom Hersteller einmal als „normale“ und einmal mit dem Zusatz „Ski“ versehene Version angeboten. Was beim Kauf vielleicht übersehen wird hat in der Praxis durchaus Relevanz, bei der Ski Version ist ein Steißbeinschutz verbaut, bei anderen Sportarten weniger wichtig, beim Snowboarden oder Skifahren essentiell. Weitere Unterschiede ergeben sich beim Hosentyp. Während der Snowboardhersteller auf lässige Optik und tollen Tragekomfort setzt, sind die Dainese Safety Action und noch vielmehr die Alpinestars Bionic Freeride Pants schon optisch deutlich mehr bei den hardcore Protektor Unterhosen angesiedelt. Die Hosen von Herstellern die teilweise auf harte Protektoren setzten, so wie Dainese und Alpinestars, hinken im Tragekomfort etwas hinterher, waren allerdings auch deutlich besser darin auftreffende Energie bei Stürzen zu verteilen. Hüftprotektor ski.

Schutzwirkung

Die Burton Total Impact Short ist die bequemste und atmungsaktivste Impakt Short im Test. Sie ist extrem dünn und die aufgenähten Pads sind durch die Unterteilung in Untersegmente sehr flexibel. Die Burton ist ideal wo viel Bewegungsfreiheit über maximale Schutzwirkung geht. Während kleinere Stürze noch souverän abgefangen werden, war uns die Burton bei gröberen Stürzen auf dem Dachsteingletscher eigentlich zu dünn. Die Evoc bietet generell eine ausreichend gute Abdeckung kritischer Stellen, allerdings ist das verwendete Material nicht nur viel zu dünn, sondern absorbiert auch nur kaum Energie. Die Evoc fanden wir schon bei kleinsten Stürzen oder beim Probefallen aufs Steißbein zu spartanisch. Die POC ist zwar ähnlich dünn, allerdings nehmen die mehreren Lagen Dämpfungsmaterial Sturzenergie besser auf. Die POC Protektoren sind beim Anziehen noch etwas steif, werden dann mit der Körperwärme allerdings bald angenehm weich. Beim Sturz verhärtet sich das Material der POC und verteilt Aufprallenergie großflächig. Manko der flachen Bauweise ist die fehlende Polsterung zwischen Hüfte und Protektor, so dass trotz generell guter Energieverteilung Fallen auf den Hüftknochen schmerzhafter ist als bei den Plastikschalen von Dainese und Alpinestars. Dainese und Alpinestars verwenden für die seitlichen Hüftpolster und im Steißbeinbereich robuste Hartschalen die mit dicker Polsterung hinterlegt sind. Gerade bei Stürzen auf Eis leiten diese die einwirkende Energie deutlich effizienter ab und sind unserer Ansicht nach wesentlich besser geeignet um blaue Flecken oder Knochenbrüche zu vermeiden. Während die Dainese eine gute Mischung aus Beweglichkeit und Schutz bietet, ist die Alpinestars an den Seiten fast schon zu dick, leistet sich aber leichte Schwachstellen durch fehlende Pobackenpolster. Hüftprotektor ski.

Abdeckung beim Sturz gefährdeter Bereiche

burton snowboard protektor hose test

Die Burton Total Impact Short: Unser absoluter Liebling in Punkto Komfort und Belüftung.

Trotz erheblicher Unterschiede in Polsterdicke und Protektorenqualität decken alle hier getesteten Impact Shorts die wichtigsten Bereiche ab, nämlich den seitlichen Oberschenkelhals, den seitlichen Bereich des Hüftknochens und das Steißbein. Einzig Burton und Dainese haben noch weitere Polsterungen im Bereich des Pos auf ihre Crash Pants aufgenäht. Dies schütz auch den empfindlichen Teil des Pos der aufgrund darüber liegender Muskulatur weniger verletzungsanfällig ist, aber bei einem Sturz leicht blaue Flecken bekommen kann. Während Burton hier eher spartanische, kleine Polster verwendet, sind bei an der Dainese Impact Short deutlich dickere Polster zu finden. Wem der Schutz der Pomuskeln nicht ganz so wichtig ist, aber dafür eine umschliessende und ultimative Polsterung des Oberschenkelknochens umso mehr, der ist auch mit der heavy duty Impact Shorts von Alpinestars gut bedient.

Belüftung und Tragekomfort

Wie sooft gilt auch bei Ski und Snowboard Protektorenhosen die Regel, Maximaler Schutz fordert Abstriche beim Komfort und umgekehrt. Während die Burton, POC und Evoc kaum sichtbar sind, machen Dainese und vor allen Dingen die Alpinestars eine breitere Hüfte unter der Snowboard- oder Skihose. In Punkto Komfort und Atmungsaktivität fanden wir die Burton Total Impact Shorts mit Abstand am bequemsten. Aus dünnem, badehosenähnlichem Stoff gefertigt sitzt sie wie eine zweite Haut. Die Impact Shorts von POC und Evoc sind zwar nicht ganz so atmungsaktiv, aber immer noch relativ dünn und dezent unter der Kleidung. Die Dainese sieht aufgrund der vielen Polster ersteinmal weniger gut belüftet aus als sie es eigentlich ist. Die kompletten Beine sind aus weitmaschigem Netzgewege gefertigt und auch nicht mit weiterem Stoff hinterlegt. Dies bietet guten Schutz gegen Verrutschen aber trotzdem gutes Klima. Die Dainese ist aufgrund ihrer umfassenden Polsterung, vor allem auf den Pobacken beim Apres Ski auf dem Barhocker nicht ganz so komfortabel wie Modelle ohne Po-Polster. Die Alpinestars schließlich ist sehr robust, aufgrund der doppellagigen Beine aber auch etwas wärmer. Sie bietet zwar aufgrund der dicken Hartschalenprotektoren an der Seite ein etwas sperriges Gefühl, der Sitzkomfort is jedoch trotz Hartplastik Steißbeinprotektors durchaus auch für längeres Sitzen geeignet. Wie die einzelnen Protektorenhosen in den Einzeldisziplinen abgeschnitten haben können Sie der Testtabelle und den ausführlichen Einzeltests entnehmen. 

 

Die getesteten Ski und Snowboard Protektorenhosen im VergleichProtektorenhose snowboard

  Unser Favorit für
Komfort
  Protektorenhosen snow protektoren test  Protektorenhosen snow
  test snowboard crashpant burton Ski und snowboard impact short evoc test poc ski protektorenhose test beste snowboard crashpant test review dainese snow alpinestars crash pant heavy duty ski
Hersteller / Modell
Burton
Total Imp Short
Evoc
Snow Crash Pants
POC
Protector Hip VPD 2.0 Ski
Dainese
Safety Action Evo
Alpinestars
Bionic Freeride
Preis ab 99,95€ 69,95€ 79,90€ 79,95€ 80,00€
Einzeltests Zum Detailstest Zum Detailtest   Zum Detailtest
 
Testergebnis

 Sehr gut

Befriedigend

Gut

 Überragend

 Sehr gut

Impaktschutz 8/10  6/10 8/10  10/10  10/10
Abdeckung Fläche 8/10 9/10 9/10 10/10 9/10
Belüftung  10/10  9/10  7/10  9/10  8/10
Tragekomfort 10/10  10/10  9/10  8/10  7/10
Steißbeinschutz   Ja (mittel)  Ja (sehr dünn)  Ja (dünn)  Ja (dick)  Ja (dick)
Schutz Pobacke Ja Nein Nein Ja Ja
 Besonderheiten + Sehr angenehm zu tragende Protektorenhose mit hervorragendem Hüftprotektor
+ Leicht und luftiges Material
+ Sehr stylishe Optik
+ Gute Protektoren
+ Super atmungsaktiv
Protektoren relativ dünn
Deckt nicht viel Fläche ab
Teuer
+ Eng anliegende Protektorhose die nicht aufträgt
+ Rundum Abdeckung
Hüftprotektor relativ dünn
Dünner Schutz am Steißbein
Schlabbert und fällt größer aus
Polsterung hat kaum Impaktdämpfung
+ Sehr komfortable und bequeme Protektorenhose mit durchgehenden, großflächigen Hüftprotektoren
Große Protektoren können zu Wärmestau und schwitzen führen
Relativ teuer für eine Protektor Unterhose
Eher schwacher und vor allem zu kurzer Steißbeinschutz
+ Super verarbeitete Protektorenhose
+ Zahlreiche kleinere Protektoren geben guten Schutz bei hoher Beweglichkeit
+ Effektiver Schutz auch der Pomuskulatur durch dünnere, weiche Protektorpads
+ Sehr guter Steißbeinschutz
Leicht eingeschränkter Sitzkomfort durch (weiche) Pobacken- polsterung
+Extremer Schutz des seitlichen Hüftgelenks durch dick gepolsterte Plastikschalen

+ Gute Protektorabdeckung
+ Angenehmer Lycrastoff
  Seitliche Protektoren tragen sehr dick auf
Pobacken haben keine extra Polster

 

Rider Empfehlung und Fazit Hauptsache leicht und bequem: Gute Fahrer, hoher Komfort, nicht ganz so extreme Schutzwirkung Mehr Schein als Sein: Dünn und bequem aber kaum Schutz Guter, dünner Schutz: Gute Abdeckung aber kaum gepolstert Der Alleskönner: Bester Schutz bei noch gutem Komfort Extremer Schutz: Wer ultimativen Schutz für die seitliche Hüfte sucht wird hier glücklich
   Zum Angebot  Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot

Prote

Test Protektorenhosen Snow, (c) protektoren-test.com