POC Joint VPD 2.0 DH Elbow

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POC Joint VPD 2.0 DH Elbow Test

Hersteller: POC
Modell: Joint VPD 2.0 DH
Einsatzzweck: Downhill/Freeride/Enduro
Erhältliche Größen: S/M/L
Erhältliche Farben: Uranium Black
Gewicht: 320 Gramm/Paar
UVP: 110 €

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Heavy Duty

Die POC VPD 2.0 DH Elbow sind die heavy duty Ellenbogenschoner im Programm von POC für härteste Einsätze bei Downhill und Freeride. Umso erstaunter waren wir als die Downhill Schützer bei uns zum Test ankamen, wir hatten ehrlich gesagt deutlich klobigeres erwartet. Trotz der zusätzlichen Kunststoffkappen die im Übrigen den einzigen Unterschied zum „normalen“ VPD 2.0 Elbow ohne den Namenszusatz DH ausmachen, sind die Elbowpads angenehm kompakt.

Erster Eindruck

Schon vor dem ersten Anziehen machen die POC VPD DH Pads einen äußerst robusten Eindruck, dies liegt beim ersten in der Hand halten auch am Gewicht. Mit 320 Gramm pro Paar liegen sie etwas über dem Gewicht ihrer Enduro Brüder aus gleichem Hause. Beim zweiten Blick fällt uns die äußerst penible Verarbeitung und die Hochwertigkeit der verwendeten Materialen auf. Alles ist hier sauber vernäht und auch kleinste Details wie Klettschlaufen und die spiellose Befestigung der Plastikkappen sind hervorragend ausgeführt. Hier wird einmal mehr deutlich, das der fast schon POC typisch stolze Preis sich nicht alleinig im Markennamen beründet.

Passform und Tragekomfort

Soweit die Theorie, doch anschließend musste der VPD 2.0 DH Elbow im Praxistest zeigen was er kann. Wir wählten hierfür die zahlreichen Trails in der Umgebung der Heidelberger Downhillstrecke am Königsstuhl aus, die von fast 550 Metern bis ins Tal verlaufen. Kurz nach dem Überstülpen sind die Elbowpads noch ein wenig Steif, was sich aber nach ein bis zwei Minuten unter dem Einfluss der Körperwärme ändert. Dieses Thermosensible Verhalten findet sich bei allen POC Protektoren mit dem patentierten VPD 2.0 Dämpfungsschaum.

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Der 2.0 DH muss übrigens immer über die Arme gezogen werden und kann nicht wie einige All-Mountain Protektoren nur mit Klettbändern fixiert werden. Das limitiert den Einsatzzweck in sofern, als dass er am besten direkt auf der Haut oder über einem enganliegenden Shirt getragen werden sollte. Für Endurotouren bei denen der Ellbogenschützer auch öfters über der Jacke getragen werden soll ist er nicht ganz ideal. Was den POC VPD 2.0 DH vollends für den Downhilleinsatz prädestiniert ist die starke Krümmung. Wie uns schon im Test des ION E-Pact aufgefallen ist, hat dieses Konzept vor und Nachteile. Die vorgekrümmte Form ist bei längeren Pausen oder bei gestreckten Armen nicht ganz optimal, spielt aber in Verbindung mit der im Downhill und Motocross üblichen Armhaltung mit nach aussen und oben zeigenden Ellbogen ihren Vorteil ermüdungsfreien Haltens voll aus.

Perfekter Schutz bei hohem Komfort

Der Tragekomfort ist für einen DH tauglichen Ellenbogenschützer hervorragend, die seidig weiche Manschette ist kuschelig und aufgrund der Perforationslöcher im VPD-Protektorschaum sogar relativ luftig. Was uns besonders positiv aufgefallen ist, ist die seitliche Umschließung des Ellenbogengelenks, vor allem an den empfindlichen Knochen an der Ellenbogeninnenseite. Wo manch anderer sogenannter DH Elbow Protektor Schwächen offenbart ist beim POC das Gelenk von allen drei Aussenseiten geschütz. Eine kleine, seitliche Kerbe im Material wirkt wie ein Scharnier das einerseits Bewegungsspielraum und Komfort in Beugungsrichtung ermöglicht, auf der anderen Seite aber bei gebeugtem Arm schließt und das komplette Gelenk vor seitlichem Impakt schützt.

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Verrutschsicher

Etwas skeptisch waren wir beim ersten Betrachten der Innseite, denn hier ist in Höhe der oberen und unteren Klettverschlüsse jeweils einschmaler Streifen glattes Neopren eingenäht. In der Praxis zeigten sich unsere Bedenken aber als weitgehend unbegründet, Nennenswerte Schweißbildung gibt es hier zumindest beim Downhill keine und die Neoprenstraps sorgen für absolut rutschfreien Sitz. Während die untere Klettbefestigung eher klassisch aussieht, ist die am Oberarm befindliche eine aufwendigere Konstruktion bei der der Klettstrap im Verborgenen läuft. Dies hat den Vorteil das dieser weder verrutschen noch sich verfangen kann, sorgt allerdings auch für eine höhere Materialdicke an dieser Stelle.

Auf dem Trail sitzt der VPD 2.0 DH wie eine zweite Haut und in Punkto Bequemlichkeit kann er durchaus mit weniger stark gepolsterten Konkurrenten mithalten. Vor allem der VPD Dämpfungsschaum ist erstaunlich da er mit zunehmender Körperwärme immer anschmiegsamer wird und sich um das Ellbogengelenk legt. Die zusätliche Plastikkappe ist wahrscheinlich in den allermeisten Fällen nicht nötig, da schon der Standard VPD 2.0 Elbow hervorragenden Schutz bietet aber es beruhigte uns irgendwie trotzdem zu wissen das hiermit auch spitze Steine ihren Schrecken verlieren.

Joint VPD 2.0 DH versus normale Version

Hiermit ist vielleicht auch schon einer der wichtigsten Unterschide der normalen VPD 2.0 Version und der DH Version beschrieben. Während für Waldtrails und gemischtes Terrain die „weiche“ Version für die Vielzahl an Fahrern völlig ausreichend ist, spielt die DH Version vor allem dann aus wenn es um punktförmige Impakte geht die vor allem bei spitzen Steinen auftreten können und den VPD Schaum ohne flächige Verteilung durch den Plastikprotektor an ihre Grenzen bringen. Ein weiterer Vorteil der DH Version kommt ebenfalls in steinigem Gelände oder bei Schotter zum Tragen, die Abriebfestigkeit und Langlebigkeit. Auch nach hartem Steinkontakt ist der VPD DH noch gut in Form, während die Softversion hier schon mal deutlich ramponierter aussehen kann.

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Fazit

Nach ausgiebigen Tests im Gelände sind wir vom VPD 2.0 DH begeistert. Er gehört zwar weder zu den leichtesten noch zu den günstigsten Vertretern seiner Gattung aber überzeugt dafür auf der ganzen Linie mit guter Verarbeitung und durchdachten Details. Der verbaute VPD 2.0 Protektor ist über jeden Zweifel erhaben und bietet durch die Plastikkappe zusätzlichen Schutz vor Abschürfungen und Durchschlag von spitzen Objekten. Wer nur im Wald fährt und eine Nuance mehr Komfort für kurze Uphillpassagen oder eine Endurofahrt sucht der sollte sich den VPD 2.0 ohne den Zusatz „DH“ anschauen und spart zudem noch etwa 15 Euro. Wer den ultimativen Schutz beim Downhillen sucht kommt andererseits kaum um den VPD 2.0 DH herum, zumal auch dieser mit hohem Tragekomfort und passabler Belüftung daherkommt.

Pro:

+ Einer der besten Ellbogenprotektoren am Markt
+ Sehr weich und komfortabel
+ Verrutschsicher
+ Für Dowhnhillprotektor sehr gut belüftet

Contra:

Teuer
Nicht ideal beim Tragen über voluminösen Jacken

€99,90
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