Leatt 3DF 5.0 Kneepads Test

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LEATT 3DF 5.0 Knieprotektoren im Praxistest

Hersteller: LEATT
Modell: 3DF 5.0
UVP: 89,95€
Größen: XS-XXL
Einsatzzweck: All Mountain, Enduro, Multi purpose

Protektoren sind immer ein Kompromiss aus bestmöglichem Schutz und gutem Tragekomfort. Geht es zu sehr ins eine oder andere Extrem, wird der Einsatzbereich immer schmaler oder tendiert auch schon mal gegen Null. Mit dem ungebrochenen Trend der Hersteller immer stärker auf weiche Protektoren zu setzen, ist auch das Komfortlevel der meisten Protektoren gestiegen. Um zu sehen wie gut sich die nagelneuen 3DF 5.0 von Leatt schlagen, haben wir sie uns geschnappt und sind damit für Euch auf den Trail. Runter versteht sich von selbst, aber auch rauf, und zwar mit den Pads auf den Knien.

leatt all mountain protektoren test leatt Leatt 3df 5.0 testAusstattung und Verarbeitung

Wir haben die Leatt 3DF Kneepads in orange-blau gefahren, das ist vielleicht erstmal nicht Jedermanns Lieblingsfarbkombination, macht aber auf jeden Fall was her. Direkt beim ersten Anfassen fällt auf wie weich und anschmiegsam die Leatt Pads sind. Der vordere und seitliche Bereich des Leatt 3DF ist aus weichem, mit Textil ummantelten und perforiertem Neopren gefertigt. Unter einer luftdurchlässigen Gewebehaut sitzt das 3DF Pad, welches, unter normalen Umständen sehr flexibel ist und sich nur bei schlagartigem Aufprall verhärtet. Im Prinzip ist das 3DF Material chemisch ganz ähnlich dem z.B. bei POC und FOX verwendeten 3DO Material, allerdings im Normalzustand deutlich weicher. So lässt sich der Leatt Knieprotektor im Test auch einfach mit zwei Fingern seitlich zusammendrücken und auch beim Bohren mit einem Finger gibt es deutlich nach.

An beiden Seiten weist der Knieprotektor zusätzlich weiche Schaumstoffpads auf die die Seiten schützen sollen. Nur oben gibt es einen Klettverschluß, der ebenfalls sehr weich gearbeitet ist. Der Clou ist seine extrem feine Klettseite die nur auf dem Gegenstück halt findet, aber sonst nirgends haften und am übrigen Protektor Laufmaschen produziert. Das untere Ende des Leatt kommt komplett ohne Klettverschluss aus. Die Rückseite besteht aus besonders atmungsaktivem und sehr dehnbarem Meshgewebe was laut Leatt die Feuchtigkeit effektiv ableiten soll. Genau in der Kniebeuge ist eine Materialaussparung die das unangenehme bilden von Falten verhindern soll.

Schutzwirkung

Die Leatt 3DF Protektoren sind zwar keine Downhillprotektoren aber das impaktabsorbierende Pad macht einen extrem robusten und ausreichend dicken Eindruck um auch härtere Abgänge beim All-Mountain und Enduro Einsatz effektiv abzumildern. Sehr überzeugend fanden wir die Verwendung von dicken Gelpolstern an den Seiten die bei einem seitlichen Aufprall des Knies schützen. Hier spielt der Knieprotektor von Leatt sogar einige gestandene Downhillprotektoren an die Wand die nur wenig oder keine seitliche Kniepolsterung aufweisen. Überhaupt fühlt man sich im Leatt gut eingebettet wie in einen weichen Kokon der rundum Schutz bietet. Etwas dünn fanden wir den dehnbaren und luftdurchlässigen Stoffüberzug über dem 3DF Pad. Laut Leatt soll das Nylonmaterial extrem abriebfest sein, vermutlich kommt es aber nicht an Kevlargewebe oder gar Hartschale heran. Die Sternstunde des dünnen Materials schlägt dafür in der Belüftung, siehe weiter unten.

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Tragekomfort Leatt 3DF 5.0 Test

Wir sind in den letzen Jahren schon etliche Knieprotektoren gefahren und keiner kommt auch nur annährend an den Tragekomfort der hier getesteten Leatt 3DF Protektoren heran (mit Ausnahme der deutlich dünneren Segmentprotektoren von G-Form, die aber im Schutzniveau eine Klasse niedriger angesiedelt sind). Dank ihrer flauschigen Innenseit sind die Leatt extrem bequem, was aber allein noch kein Garant für guten Komfort beim Pedalieren ist. Den erreicht Leatt beim 3DF 5.0 durch einen anderen Trick: Das Knie ist extrem stark vorgeformt, so dass das Knie den Protektor beim Pedalieren innen kaum oder gar nicht berührt. Das haben wir bisher so noch bei keinem Knieprotektor erlebt und in Punkto Pedalierkomfort stellt er wirklich alles andere in den Schatten. Leatt 3df 5.0 test

Das vorgeformte Knie sorgt zum anderen auch dafür dass der Protektor nicht rutscht und der obere Klettriemen eigentlich nicht mal angezogen werden muss. Der Nebeneffekt der starken Vorformung ist das der Protektoren beim geraden Stehen etwas nach vorne absteht. Sieht zwar etwas komisch aus, so wie am Motorradanzug, ist aber auf der weichen Bauart keineswegs unangenehm.

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Gut, bei 30 Grad im Sommer wird niemand längere Zeit bergauf pedalieren, auch nicht mit den gut belüfteten Leatt Kneepads. Sind die Temperaturen allerdings um 20 Grad oder darunter, lassen sich sogar längere All-Mountain Touren damit fahren. Genial sind die Leatt im Winter, sie sind so extrem bequem dass wir sie auf mehreren 40km Touren komplett angelassen haben, warme Knie inklusive.

Stärken

  • Sehr guter, CE zertifizierter Schutz der auch härtere Einsätze mitmacht
  • Sehr flexibel und bequem
  • Vorgeformt und daher keine Reibung am Knie
  • Leicht
  • Gut belüftet und atmungsaktiv
  • Auch als Kinderversion verfügbar

Schwächen

  • Oberfläche weniger Abriebfest

Fazit Leatt 3DF 5.0 Test

Die 3DF 5.0 von Leatt sind unsere neuen Lieblinsprotektoren extrem komfortabel wie ein Daunenschlafsack fürs Knie und aureichend gut belüftet stören sie zu keiner Zeit. Der Hammer ist aber dass sie aufgrund der starken Vorformung weder rutschen noch in irgendeiner Weise beim Pedalieren stören. Für uns eine absolute Empfehlung und volle Punktzahl für Leatt.

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am August 16, 2019 11:37 am

 

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Leatt 3DF 5.0 Test: (c) Protektoren-test.com

Die Protektoren wurden von uns speziell für diesen Test gekauft.